06. - 07. Januar 2018, von 10:00 - 17:30 Uhr

selbst lösen bringt Unglück …

Hochzeit - Autoschleifen

Auch wenn es das Hochzeitsauto erst seit dem vergangenen Jahrhundert gibt, hat sich die Autoschleife bereits als Tradition durchgesetzt. An jedes Auto des Hochzeitskonvois wird eine solche Schleife an der Antenne, dem Spiegel oder dem Dachträger angebracht. Dem Brauch nach, soll es Unglück für das Brautpaar bringen, wenn seine Gäste die Schleife selbst wieder lösen – also verwenden Sie am besten Materialien, die sich schnell lösen können.

Wenn die Schleife sich aber nach einigen Wochen immer noch hartnäckig hält, ist es legitim, sie selbst abzubinden, da sie dann meist einfach nicht mehr schön aussieht. Sie können bereits vorgefertigte Autoschleifen kaufen, die natürlich besonders elegant aussehen oder Sie basteln die Schleifen selbst. Anleitungen und sogar Do-it-Yourself-Videos dazu finden Sie im Internet.

eine Fahrt ins Glück …

von abgefahren bis nostalgisch

Hochzeitskutsche

Zum besonderen Anlass einer Hochzeit gehört natürlich auch ein ganz besonderes Fahrzeug, in dem Braut und Bräutigam chauffiert werden. Das kann ein Oldtimer, ein Sportwagen, eine Stretch-Limousine oder für die ganz romantischen Paare auch eine Hochzeitspferdekutsche sein. Wichtig ist nur, dass der Bräutigam nicht selbst fährt, denn ein alter Aberglaube besagt, dass er sonst sich und seine Braut ins Unglück steuern würde.

Wenn das Brautpaar in das Hochzeitsauto eingestiegen ist, träufelt nach alter Tradition eine der Mütter Weihwasser auf die Motorhaube. So wird es eine Fahrt ins Glück, alle bösen Geister sind vertrieben und das Paar bleibt von allem Unheil verschont.

Auf dem Weg von der Kirche zum Gasthof werden die meisten Brautpaare von ihrer Hochzeitsgesellschaft im Autokorso begleitet. Dabei hupen alle Fahrzeuge, um Aufmerksamkeit für Braut und Bräutigam zu erlangen – zusätzlich werden oft leere Blechdosen an das Hochzeitsauto gebunden, die noch mehr Lärm machen. In einigen Gegenden Deutschlands ist es auch üblich, den Autokorso auf dem Weg von der Trauung zur Feier aufzuhalten und Wegzoll zu verlangen. In Altbayern machen dies traditionell die Kinder des Dorfes, denen von den Hochzeitsgästen etwas Geld gegeben wird, bevor sie passieren dürfen. Deshalb unser Tipp: Als Hochzeitsgast immer etwas Kleingeld parat haben.

Foto: © Pal Zileri