06. - 07. Januar 2018, von 10:00 - 17:30 Uhr

something old, something new ...

... and a lucky six-pence in your shoe.

Ein schöner Brauch für all diejenigen, die nach der Hochzeit den Verlobungsring durch den Ehering austauschen: Der Verlobungsring wird nach der Heirat mit dem Samen einer Dotterblume eingepflanzt. Wenn die Pflanze dann wächst, soll sie das Schmuckstück mit dem Stängel nach oben transportieren: Die Liebe des Ehepaares wird dann mit einer beringten Blüte gekrönt.

 

Hochzeitsbräuche Sixpence in Your Shoe

Der Brautschuh wird traditionell von gesparten Pfennigen, heute Euro-Cents, bezahlt. Das Sparen symbolisiert die Sparsamkeit der Braut. Auf der Hochzeitsfeier gibt es den Brauch der Brautschuhversteigerung: Der Braut wird der Schuh entwendet und unter den Hochzeitsgästen symbolisch versteigert, das Geld wird dabei in den Schuh gelegt. Am Ende ersteigert ihn dann der Bräutigam mitsamt dem Geld, das dem Brautpaar bleibt.

 

Der Reisregen stammt aus dem asiatischen Raum, wo Reis nicht nur das Nahrungsmittel Nummer eins ist, sondern auch für Glück und Fruchtbarkeit steht. Wenn das Brautpaar nach der Trauung das Gebäude verlässt, werden sie von den Spalier stehenden Gästen mit einem Reisregen empfangen. Da viele Kirchen und Standesämter das Werfen von Reis nicht mehr erlauben, greifen immer mehr Hochzeitsgesellschaften zu Seifenblasen oder Blüten mit denen sie die frisch Vermählten begrüßen. Auch das ergibt ein sehr schönes Bild und soll dem Brautpaar stellvertretend für den Reis viel Glück in der Ehe bringen.

 

  

 

 

Ein blaues Strumpfband zur Hochzeit

Da das Brautpaar ab jetzt gemeinsam durchs Leben gehen wird – in guten wie in schlechten Zeiten – heißt es künftig auch: alle Hindernisse gemeinsam zu überwinden. Um zu beweisen, dass man in der Ehe alle Hürden nehmen wird, muss das Brautpaar auch schon am Hochzeitstag symbolische Stolpersteine zusammen meistern. Diese können unterschiedlicher Natur sein und werden von den Hochzeitsgästen vorbereitet: Braut und Bräutigam müssen gemeinsam einen Baumstamm durchsägen oder mit Nagelscheren ein Herz in ein Leintuch schneiden durch das der Bräutigam seine Liebste dann hindurch trägt.

  

 

 

 

„Something old, something new, something borrowed, something blue and a lucky six-pence in your shoe.“
Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues und ein Glückscent im Schuh sollen der Braut Glück bringen – so ein britischer Brauch, der spätestens seit der Hochzeit von Prinz Charles und Lady Diana auch nach Deutschland übergeschwappt ist. Etwas Altes steht für das bisherige Leben der Braut, bevor sie zum Altar schreitet – das kann zum Beispiel ein geerbtes Schmuckstück sein. Etwas Neues steht für das beginnende Eheleben der Braut – das Brautkleid bietet sich hier natürlich an.  Etwas Geliehenes steht für Freundschaft und soll den Eheleuten Glück bringen – die Braut kann sich beispielsweise ein besticktes Taschentuch von einer glücklich verheirateten Freundin leihen. Etwas Blaues steht für die Treue in der Ehe – bei Traumwelt Lautenbacher erhält jede Braut beim Kleidkauf ein hochwertiges Strumpfband geschenkt, in das eine blaue Schleife eingearbeitet ist. Und der Glückscent im Schuh steht für den Wohlstand, der die Ehe begleiten soll. 

 

Die Brautentführung findet auf der Hochzeitsfeier selbst statt. Meist sind die Entführer gute Freunde, die die Braut in eine andere Kneipe – heute auch oft in einen Nebenraum des Gasthofes, in dem gefeiert wird – entführen. Traditionell übernimmt der Brautführer oder der Bräutigam die Zeche, aber auch das wird heutzutage meist toleranter gehandhabt. Es kann auch ein Hut herumgereicht werden, in den alle beteiligten Herren einen Obulus legen. Der Bräutigam muss seine Braut, wenn er sie gefunden hat, zum Beispiel durch künstlerische Darbietungen, auslösen. In Bayern und Österreich werden vor der Auslösung der Braut oft gemeinsam „Gstanzl“ gesungen.

Zu den Aufgaben des Bräutigams gehört es traditionell, den Brautstrauß zu besorgen. Zum Ende der Hochzeitsfeier gibt es den Brauch des Brautstraußwerfens: Alle unvermählten Frauen versammeln sich hinter der Braut, die ihren Strauß mit geschlossenen Augen in die Menge wirft – die Frau, die ihn fängt, wird die nächste Braut sein. Heute wird oftmals ein zweiter Brautstrauß zum Werfen angefertigt, damit die Braut ihren Strauß selbst behalten kann.

Vor allem in Südbayern ist es üblich, zur Hochzeit einen Kindsbaum aufzustellen.  Freunde des Paares bemalen einen fünf bis zehn Meter langen Stamm weiß-blau und bringen an den Ästen Babysachen, wie Schnuller, Strampler etc. an. An der Spitze wird dann noch ein Storch und auf Augenhöhe eine Tafel mit einem Gedicht montiert. Das Gedicht  soll das Brautpaar daran erinnern, innerhalb des kommenden Jahres Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Nachwuchs hin oder her: Nach einem Jahr lädt das Paar die Kindsbaumaufsteller zu einer zünftigen Brotzeit ein.